Ein Desktop, der aus einem Kernel kompiliert wird
KDAI dreht die Reihenfolge um: Nicht Rechner installieren und dann mühsam personalisieren, sondern eine kleine, verschlüsselte, portable Beschreibung der Person — der Kernel — wird auf jeder Maschine zu einem Desktop kompiliert. KDE Plasma ist dabei die Shell erster Klasse, Nextcloud die Speicherschicht, git das Gedächtnis.
1 · Die Kernidee
2 · Die Schichten — und was davon schon läuft
3 · Auf mein System kommen — überall
Die Kernszene: Ein generisches Seed-Image, das jeder holen kann, wird durch eine Passphrase zu Jans System. Bewiesen am 16. August 2026 in einer frischen VM: Erstboot, Zeremonie, entschlüsselter Kernel — beim nächsten Login „Willkommen, Jan" mit dem Datum des Kernel-Stands; seit dem 29. August wird zusätzlich der Desktop bei jedem Login aus der Spezifikation im Repo hergestellt.
4 · Der Agent ist eine Rolle, kein Modell
5 · Was das für KDE bedeutet
Was Plasma 6 heute schon kann — validiert
evaluateScriptüber DBus funktioniert von außerhalb der Sitzung, lesend und schreibend (Wallpaper, Widgets, Panels) — auch unter WaylanddumpCurrentLayoutJS()liefert den kompletten Desktop-Zustand als ausführbares Skript — ein eingebauter Serialisierungs-Roundtrip- Activities sind vollständig skriptbar (anlegen, benennen, wechseln, je eigene Desktop-Konfiguration) — der „kompilierte Modus" existiert bereits als Container
- Befund:
loadSerializedLayoutist additiv, nicht idempotent — daher lebt der Abgleich in KDAI (Diff-and-Apply), nicht im Layout-Load
Was KDAI sich von Plasma wünschen würde
- eine deklarative Reconcile-API: „hier ist der Soll-Zustand, gleiche an" — statt imperativer Skripte
- eine kernel-bewusste Widget-Basisklasse, die
me://-Ressourcen unter Regelkontrolle liest - ein Activity-Metadaten-Schema (Zweck, Kernel-Ausschnitt, Module, Geräte), damit Activities portabel werden
- Capabilities je Widget: ein Widget darf Präferenzen lesen, aber nicht Identität — und nicht ohne Freigabe ins Netz
Die Wünsche sind bewusst klein gehalten: Alles Wesentliche wurde mit dem heutigen Plasma bewiesen. Die Punkte rechts würden KDAI von einem Aufsatz zu einem Bürger der Plattform machen — und sie sind genau die Fragen, die sich jeder stellt, der Plasma als Zielshell für automatisierte, personalisierte Arbeitsplätze denkt.
6 · Stand der Dinge — ehrlich
Bewiesen, lauffähig
- Seed → Zeremonie → verschlüsselter Kernel → begrüßter, reconcilter Desktop (16. und 29.8.2026)
- Multi-Device: zwei Maschinen + Master-Identität im Register; Änderungen propagieren über git
- Verschlüsselter Kernel-Sync bei Login/Logout/Timer, git-Historie als Audit-Log
- Reconciler (idempotent) und Speicher-Tier gegen Nextcloud (auslagern, zurückholen, pinnen, protokolliert)
- Deklarativer Desktop: Spezifikation im Repo, jede Maschine kompiliert sich beim Login selbst
Design, noch offen
- Modul-Laufzeit über MCP mit Manifest und Sandbox
- Lokales Modell als Default-Agent; automatische episodische Einträge am Sitzungsende
- Schlüssel-Gating über Keychain/Biometrie statt Datei; Festplattenverschlüsselung im Seed
- Ableitung der Desktop-Spezifikation direkt aus dem Kernel (heute noch handgeschrieben)
- x86_64-Seed und Windows-Formate über eine Build-Pipeline; iOS-Client für die konversationale Stufe